Serie Ehrenamt beim ADFC NRW: Der Technikexperte: Stephan Behrendt - ADFC Nordrhein-Westfalen

Stephan Behrendt - Technik-Experte des ADFC NRW © Foto: privat

Serie Ehrenamt beim ADFC NRW: Der Technikexperte: Stephan Behrendt

Seit 1982 engagiert sich Stephan Behrendt im ADFC. Seine Leidenschaft ist die Fahrradtechnik. Daher ist er bei den Medien sehr gefragt. Innerverbandlich arbeitet er mit im Kreisverband Köln und in Gremien des Landesverbands.

Welche Aufgabe hast Du beim ADFC Köln?

Mit Pannenkursen „Hilfe zur Selbsthilfe“ möchte ich Radfahrern u.a. die Scheu nehmen, alleine auf Tagestouren zu gehen und sie ermuntern, sicherheitsrelevante Verschleißteile zu überprüfen und selber auszutauschen.
In Vorträgen zu Pedelecs gebe ich Tipps zum richtigen Modell und zur richtigen Ergonomie (Sitzhaltung) auf dem Rad.
In Vorträgen zu Radreisen gebe ich Tipps rund um wichtige und unwichtige Radreiseausrüstung.

Welche Aufgabe hast Du als Delegierter im Landesverband?

Im Landesverband unterstütze ich im Landeshauptausschuss die Arbeit des Landesverbandes.

Als Bett+Bike-Berater auditiere ich fahrradfreundliche Gastbetriebe und gebe Ihnen Tipps, wie sie noch besser auf die Bedürfnisse von Radfahrern eingehen können.

...und als Fachreferent Technik und Verbraucher im ADFC Bundesverband?

Ich unterstütze Bundesgeschäftsstelle und Bundesvorstand in fahrradtechnischen Fragen. Ich bin in Beiräten zu Fahrradprodukten bei der Stiftung Warentest, berate Redaktionen von Print, Radio und TV und Endverbraucher besonders zu den Themen Diebstahlschutz, Beleuchtung und Pedelecs, berate Institutionen und Endverbraucher zu Fahrradabstellanlagen und Ladestationen und beantworte schriftliche Anfragen, bei denen man unzufrieden mit Leistungen des Fahrradhandels ist.

Wie bist Du dazu gekommen, Dich zu engagieren?

Fahrrad fahre ich immer schon, auch wenn ich beruflich einige Jahre im Außendienst auf das KFZ angewiesen war.

In den 80ern war der Fachhandel und auch viele Werkstätten schlecht aufgestellt, für Reiseradler gab es fast Nichts und für die Ausrüstung musste ich teilweise bis nach England fahren. Als Mitglied der Jungmannschaft im Deutschen Alpenverein wusste ich, was gute Ausrüstung ausmacht. Als aktives Mitglied im Ruderverein und später im DAV hatte ich schon früh gesehen, welche Vorteile es bringt, ein Hobby in einem Verein auszuüben.

Was macht Dir am meisten Spaß?

Als Rentner habe ich eine Aufgabe, in der ich andere Menschen überzeugen kann. Besonders Radfahrerinnen werden selbstsicherer gegenüber der Fahrradtechnik, die Presse versteht Fahrradthemen besser, Institutionen bauen bessere Abstellanlagen, Interessenten kaufen bessere Pedelecs. Ich fühle mich anerkannt.

Wieviel Zeit investierst Du in Deinem Ehrenamt?

Über 10 Stunden in der Woche.

Welche Fähigkeiten sollte man in Deinem Bereich haben?

Man sollte schon einen gewissen Hang zur Selbstdarstellung haben und keine Scheu, vor großen unbekannten Gruppen aufzutreten. Man muss zuhören können, innerverbandlich konkurrierende Meinungen austarieren und dafür sorgen, dass unsere Außendarstellung verständlich ist. Wichtig ist es, in einem Gremium offen und aktiv neue Leute anzusprechen und sie nicht links liegen lassen.

Wie können sich andere, die sich dafür interessieren, einbringen? Wo fangen sie an?

Ich bin erst mal zu einer Mitgliederversammlung gegangen, um den Club kennen zu lernen. Am besten engagiert man sich zuerst bei zeitlich überschaubaren Veranstaltungen oder Tätigkeiten.

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