© Maja Tölke

Halte Abstand! Stadt Gelsenkirchen startet Aktion für mehr Sicherheit

 

Um auf den Mindestabstand von 1,50 Metern beim Überholen von Radfahrer*innen aufmerksam zu machen, fahren mehrere BOGESTRA-Busse für die nächsten Monate mit einem auffälligen Hinweis durch das Stadtgebiet Gelsenkirchens.

 

Die Devise „Abstand halten“ gilt nicht nur in Coronazeiten! Auch sonst ist im Straßenverkehr ein angemessener Sicherheitsabstand vor allem für Radfahrer*innen wichtig. „Mindestens 1,50 Meter Abstand müssen andere Verkehrsteilnehmerinnen und -nehmer einhalten, wenn sie an Radlerinnen und Radlern vorbeifahren“, weiß der städtische Radverkehrsbeauftragte Stefan Behrens. Bei Radfahrer*innen, die Kinder begleiten oder die außerhalb geschlossener Ortschaften fahren, gilt laut Straßenverkehrsordnung sogar ein Mindestabstand von 2 Metern. „Diese Abstände sind wichtig, damit die Radlerinnen und Radler sicher fahren können und sich nicht bedrängt fühlen“, so Behrens weiter.

Um alle Verkehrsteilnehmer*innen an diese wichtigen Regeln zu erinnern, hat die Stadt Gelsenkirchen jetzt eine Aktion auf den Heckflächen von Bussen gestartet. Für die kommenden sechs Monate ist auf mehreren BOGESTRA-Bussen, die im Stadtgebiet unterwegs sind, das Motto „Halte Abstand!“ und eine Illustration mit Rad und Auto zu sehen. „Wir haben uns bewusst für diesen Werbeplatz entschieden, weil wir damit genau vor den Augen der Zielgruppe fahren“, so Stefan Behrens. Denn auch wenn die Stadt versucht, eigene Wege für Radler*innen zu schaffen, sind Fahrten im Straßenverkehr nicht zu vermeiden. „Wir wollen mit der Aktion dazu beitragen, dass Radfahrerinnen und Radfahrer im Straßenverkehr die Rücksichtnahme bekommen, die ihnen laut Straßenverkehrsordnung zusteht.“  

Eine Aktion, die auch Maja Tölke vom ADFC ausdrücklich begrüßt. Auch sie appelliert an alle Verkehrsteilnehmer*innen, an den Sicherheitsabstand zu denken. „Ich würde mich freuen, wenn durch die Aktion, die der ADFC seit langen bundesweit aktiv unterstützt, mehr Menschen daran denken. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme können wir Unfälle vermeiden und dafür sorgen, dass Radfahren sicherer und attraktiver wird.“ Sie freut sich: „Passend zur Abstands-Aktion ist vergangene Woche die Straßenverkehrsordnung novelliert und sind die einzuhaltenden Abstände inner- und außerorts klar definiert worden.“

 

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https://nrw.adfc.de/artikel/halte-abstand-stadt-gelsenkirchen-startet-aktion-fuer-mehr-sicherheit-2

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC NRW?

    Der Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ist die Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in NRW. Wir werben in Politik und Öffentlichkeit für ein eiheitliches Radverkehrssystem mit hohen Qualitätsstandards für Alltags- sowie Freizeitfahrerinnen und -fahrer.

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  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC NRW?

    Der ADFC NRW ist mit mehr als 50.000 Mitgliedern der stärkste Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. 
    Wir sind Servicepartner in allen Fragen rund ums Rad und die starke Stimme für mehr Fahrradmobilität.

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die ein schnelles Anhalten ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

  • Worauf sollten Radfahrende besonders achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Wer von einem "E-Bike" spricht, meint in der Regel ein Pedelec. Denn ein richtiges "E-Bike" ist in Wirklichkeit eine Art Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Diese Art der Fortbewegungsmittel spielt am Markt aber keine große Rolle. Ein Pedelec unterstützt Radfahrende hingegen nur, wenn diese gleichzeitig ihre Muskelkraft einsetzen. Neben dem Pedelec gibt es noch das S-Pedelec, das für Speed steht und mit bis zu 45 km/h unterstützt. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

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