© ADFC/April Agentur

ADFC wirbt für die 4. Rheinbrücke in Bonn

 

Bessere und schneller Verbindungen für den Radverkehr sind auch in Bonn dringend nötig. Deshalb wirbt der ADFC Bonn am Weltfahrradtag für eine 4. Rheinbrücke.

 

Am 3. Juni ist Weltfahrradtag. Aus diesem Grund werden Aktive des ADFC Bonn/Rhein-Sieg von 15 bis 20 Uhr auf beiden Seiten des Rheins in Bonn und in Beuel für den Bau einer 4. Rheinbrücke werben. Dies ist nötig, weil die Kennedybrücke beim Radverkehr bereits an ihre Grenzen stößt. Im 1. Quartal 2020 querten 508.700 Radfahrer*innen die Kennedybrücke, das waren trotz Corona 14.300 mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf der Kennedybrücke wächst der Radverkehr im Schnitt um 104.000 Radfahrer*innen pro Jahr; wie die Auswertung der Zählstellen zeigt.

Der ADFC hatte schon vor längerer Zeit den Bau einer zusätzlichen Rheinbrücke ins Gespräch gebracht. Der Bonner Stadtrat hat diesen Vorschlag des ADFC jetzt mit großer Mehrheit aufgegriffen und sich für eine neue Rhein-Überquerung in Form einer Fahrrad- und Fußgängerbrücke ausgesprochen. Der ADFC begrüßt diesen Beschluss und sieht in ihm ein wichtiges Signal für eine nachhaltigere Verkehrspolitik: Ein Leuchtturmprojekt für zukunftsfähige Mobilität in Bonn. Der ADFC fordert von der Stadt, dass die beschlossene Machbarkeitsstudie und eine frühzeitige Bürgerbeteiligung jetzt zügig vorbereitet werden.

Der ADFC hält eine Brücke zwischen Ringstraße in Beuel und Zweiter Fährgasse auf Bonner Seite für einen sehr guten Standort. Hier würde die Brücke die Wohngebiete in Beuel sowie die dortige Radinfrastruktur
direkt mit den Uni-Hotspots wie Bibliothek, Juridicum, Mensa und Hauptgebäude sowie den großen Arbeitgebern im Bundesviertel wie UN, Deutsche Post DHL, Telekom, Postbank und GIZ verbinden. Außerdem
wäre eine Brücke dort eine ideale Verknüpfung des Beueler Bahnhofes mit dem Bonner Hauptbahnhof.

Eine attraktive Rheinbrücke könnte zudem auch ein touristisches Highlight für Bonn werden. Sie würde nicht nur Bonn und Beuel enger verbinden, sondern zugleich ein visuelles Zeichen setzen und Erholungspunkt mitten über dem Rhein sein. So könnte sie Teil der seit langer Zeit geplanten Aufwertung und Belebung des Bonner Rheinufers werden.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den ADFC Bonn/ Rhein-Sieg

Axel Mörer
Pressesprecher
ADFC Bonn/Rhein-Sieg
Breite Straße 71, 53111 Bonn

 

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC NRW?

    Der Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ist die Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in NRW. Wir werben in Politik und Öffentlichkeit für ein eiheitliches Radverkehrssystem mit hohen Qualitätsstandards für Alltags- sowie Freizeitfahrerinnen und -fahrer.

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  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC NRW?

    Der ADFC NRW ist mit mehr als 50.000 Mitgliedern der stärkste Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. 
    Wir sind Servicepartner in allen Fragen rund ums Rad und die starke Stimme für mehr Fahrradmobilität.

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die ein schnelles Anhalten ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

  • Worauf sollten Radfahrende besonders achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Wer von einem "E-Bike" spricht, meint in der Regel ein Pedelec. Denn ein richtiges "E-Bike" ist in Wirklichkeit eine Art Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Diese Art der Fortbewegungsmittel spielt am Markt aber keine große Rolle. Ein Pedelec unterstützt Radfahrende hingegen nur, wenn diese gleichzeitig ihre Muskelkraft einsetzen. Neben dem Pedelec gibt es noch das S-Pedelec, das für Speed steht und mit bis zu 45 km/h unterstützt. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

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