Berthold Bültgerds, Bürgermeister von Wettringen © ADFC NRW / Ludger Vortmann

And the Winner is... Wettringen!

 

Die kleine Gemeinde Wettringen im Kreis Steinfurt hat beim Fahrradklima-Test 2020 den ersten Platz in ihrer Städtegrößenklasse gemacht. In dem Ort unter 20.000 Einwohner erzielte Wettringen die Note 1,96 und erhält die Gesamtnote „GUT“.

 

Damit konnte sich die Stadt im Münsterland sogar noch vom letzten Fahrradklima-Test 2018 (Notendurchschnitt 2,3) konstant steigern und kletterte von Platz 2 auf die Spitzenposition.


Top-Platzierung deutschlandweit
Wettringen belegt unter allen 418 Städten gleicher Größe in Deutschland den ersten Platz und ist auch für die 54 vergleichbaren Städte in Nordrhein-Westfalen ein Beispiel für gute Radverkehrsförderung.

Bürgermeister Berthold Bültgerds freute sich über die Auszeichnung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und ADFC-Bundesvorsitzenden Rebecca Peters, will sich aber jetzt nicht entspannt zurücklehnen:

„Herzlichen Dank allen, die abgestimmt haben. Es ist eine Bestätigung dessen, was wir bis heute gemacht haben. Aber es ist auch eine Verpflichtung für die nächsten Jahre, diesen Standard zu halten.“

Die kleine Stadt arbeitet auch an guten Radwegverbindungen in die Nachbargemeinden, breite Radwege mit guter Oberfläche durch Grünflächen erschließen verschiedene Ziele in der Gemeinde.

Durch die Nähe zu den Niederlanden kennen viele der rund 8.000 Einwohne*innen, wie komfortabel die Mobilität mit dem Rad sein und das Lebensgefühl einer Stadt positiv beeinflussen kann.  


Gemeinde will aus Bewertungen lernen
Die Teilnehmenden in Wettringen lobten vor allem die Fahrradförderung der Gemeinde, die aktuell neue Förderbescheide erhalten hat und mehrere Radwege nach neuem Standard anlegen möchte. Die Radfahrenden wünschen sich in der Gemeinde eine noch bessere Erreichbarkeit des Stadtzentrums per Rad, dass Fahrräder im ÖPNV mitgenommen werden können und beklagen, dass relativ viele Fahrräder gestohlen werden.

 

Video: Mit dem Bürgermeister von Wettringen auf Radtour...

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https://nrw.adfc.de/artikel/and-the-winner-is-wettringen-1

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC NRW?

    Der Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ist die Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in NRW. Wir werben in Politik und Öffentlichkeit für ein eiheitliches Radverkehrssystem mit hohen Qualitätsstandards für Alltags- sowie Freizeitfahrerinnen und -fahrer.

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  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC NRW?

    Der ADFC NRW ist mit mehr als 50.000 Mitgliedern der stärkste Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. 
    Wir sind Servicepartner in allen Fragen rund ums Rad und die starke Stimme für mehr Fahrradmobilität.

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte noch weitere Vorteile: Sie können - egal, wo Sie in Deutschland mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Informationen rund um alles, was Sie politisch, technisch und im Alltag an Fahrradthemen bewegt. Wir bieten  außerdem unseren Mitgliedern Sonderkonditionen bei Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern. Wie wäre es mit einer Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die ein schnelles Anhalten ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

  • Worauf sollten Radfahrende besonders achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Wer von einem "E-Bike" spricht, meint in der Regel ein Pedelec. Denn ein richtiges "E-Bike" ist in Wirklichkeit eine Art Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Diese Art der Fortbewegungsmittel spielt am Markt aber keine große Rolle. Ein Pedelec unterstützt Radfahrende hingegen nur, wenn diese gleichzeitig ihre Muskelkraft einsetzen. Neben dem Pedelec gibt es noch das S-Pedelec, das für Speed steht und mit bis zu 45 km/h unterstützt. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

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