Sternfahrt NRW lockt tausende Radbegeisterte nach Düsseldorf

 

Nr. 10/2019, Düsseldorf, 29.05.2019

 

Am Sonntag, 2. Juni 2019, wird Düsseldorf wieder zur Fahrradhauptstadt Nordrhein-Westfalens, wenn die jährliche stattfindende Fahrrad-Sternfahrt NRW des ADFC mehr als 5.000 Radfahrende in die Landeshauptstadt lockt, um für ein fahrradfreundliches NRW zu demonstrieren.

Große Kundgebung auf der Wiese vor dem Landtag
Um 15.00 Uhr startet die Kundgebung auf der Wiese vor dem Düsseldorfer Landtag. Die Fahrrad-Sternfahrt 2019 feiert in diesem Jahr das Finale der Unterschriftensammlung für die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad. Zahlreiche Lastenräder werden eintreffen, die die Unterschriftenbögen aus Köln und anderen Städten symbolisch nach Düsseldorf transportieren. Diese werden mit einem großen Klingelkonzert an die NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser übergeben. Das Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad (ADFC NRW, RADKOMM und viele andere) hat in den vergangenen 12 Monaten mit hunderten Engagierten Unterschriften gesammelt. Die Hürde, die in NRW für eine erfolgreiche Umsetzung bei 66.000 gültigen Unterschriften liegt, konnte bereits nach wenigen Monaten geknackt werden. Alle Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Volksinitiative wollen, dass sich der Landtag mit dem Thema Radverkehr befasst. Ziel der Volksinitiative ist eine deutliche Steigerung des Radverkehrs in NRW auf 25% bis zum Jahr 2025. Wie viele Unterschriften am Ende zusammengekommen sind, gibt das Aktionsbündnis am Samstag, 1. Juni, auf dem Fahrradkongress RADKOMM in Köln bekannt.

FridaysForFuture auf der Sternfahrt
Die Parteien kommen nicht am Thema Klimaschutz und Verkehrswende vorbei, sagen die FridaysforFuture-Initiatoren. Am Sonntag ist unter anderem die NRW-Sprecherin Carla Reemtsma aus Münster bei der großen Fahrraddemo des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs in Düsseldorf auf der Bühne mit dabei.

60 Startpunkte rund um Düsseldorf führen zum Sternfahrt-Treffpunkt
Bereits in den frühen Morgenstunden starten am 2. Juni Radfahrerinnen und Radfahrer in 60 verschiedenen Städten sternförmig rund um die Landeshauptstadt, um rechtzeitig zur großen Fahrrad-Kundgebung in Düsseldorf anzukommen. Die Reisegeschwindigkeit liegt bei geselligen 15 km/h. Wer mitradeln möchte, findet alle Informationen zu den Zubringer-Routen unter adfc-sternfahrt.org/startpunkte-und-routen/

18-Kilometer-Tour durch Düsseldorf
Um 15.30 Uhr starten alle Radfahrerinnen und Radfahrer gemeinsam zur 18-Kilometer- langen Fahrt durch die Düsseldorfer Innenstadt. Dann gehört die Fahrbahn ganz den Fahrrädern. Autos, Motorräder und LKW bleiben auf Abstand. Auch die Polizei ist dabei, sie eskortiert die vielen tausend Radfahrenden über Kreuzungen, Brücken und durch Tunnel, die sonst dem Autoverkehr vorbehalten sind. Wie im Vorjahr geht es spektakulär durch den Rheinufer-Tunnel und über zwei Rheinbrücken.

Stern*chenfahrt für die Kleinen
Während die Großen auf 18 Kilometern durch die Stadt rollen, gibt es auch wieder ein besonderes Angebot für die Kleinen: Die Stern*chenfahrt. Los geht es um 16.00 Uhr. Treffpunkt ist der ADFC-Pavillon auf der Wiese vor dem Landtag. Dort starten alle gemeinsam zur kleinen 2-km-Runde für Kinder und Eltern – eskortiert durch die Polizei. Am Ziel gibt es Urkunden für die Kinder und einen kleinen Geschicklichkeitsparcours mit Wippen, Schrägbrett und Slalom.

Übersicht
Sonntag, 2. Juni 2019, ab 15:00 Uhr, Wiese vor dem Landtag NRW in Düsseldorf
•           15:00 Uhr: Start der Kundgebung
•           15:30 Uhr: Start der Düsseldorfer Abschlussrunde (Länge: 18 km)
•           16:00 Uhr: Start der Kinder-Stern*chenfahrt (Länge: 2 km)
•           18:00 Uhr: Ende

Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zu diesem Event mit vielen Fotomöglichkeiten herzlich eingeladen. Alle weiteren Infos, Tracks und Karte unter adfc-sternfahrt.org

Kontakt

ADFC NRW Sternfahrt
Frau Lerke Tyra
Stellv. Vorsitzendes des ADFC Düsseldorf
Tel. 0163 - 633 4558
Mail: lerke.tyra (at) adfc-duesseldorf.de

 


https://nrw.adfc.de/pressemitteilung/sternfahrt-nrw-lockt-tausende-radbegeisterte-nach-duesseldorf

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC NRW?

    Der Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ist die Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in NRW. Wir werben in Politik und Öffentlichkeit für ein eiheitliches Radverkehrssystem mit hohen Qualitätsstandards für Alltags- sowie Freizeitfahrerinnen und -fahrer.

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  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC NRW?

    Der ADFC NRW ist mit mehr als 50.000 Mitgliedern der stärkste Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. 
    Wir sind Servicepartner in allen Fragen rund ums Rad und die starke Stimme für mehr Fahrradmobilität.

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte noch weitere Vorteile: Sie können - egal, wo Sie in Deutschland mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Informationen rund um alles, was Sie politisch, technisch und im Alltag an Fahrradthemen bewegt. Wir bieten  außerdem unseren Mitgliedern Sonderkonditionen bei Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern. Wie wäre es mit einer Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die ein schnelles Anhalten ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

  • Worauf sollten Radfahrende besonders achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Wer von einem "E-Bike" spricht, meint in der Regel ein Pedelec. Denn ein richtiges "E-Bike" ist in Wirklichkeit eine Art Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Diese Art der Fortbewegungsmittel spielt am Markt aber keine große Rolle. Ein Pedelec unterstützt Radfahrende hingegen nur, wenn diese gleichzeitig ihre Muskelkraft einsetzen. Neben dem Pedelec gibt es noch das S-Pedelec, das für Speed steht und mit bis zu 45 km/h unterstützt. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

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