Von Parks bis Platz – Über die wahren Kosten, Autos am Straßenrand abzustellen - ADFC Nordrhein-Westfalen

Von Parks bis Platz – Über die wahren Kosten, Autos am Straßenrand abzustellen

Seit letztem Jahr können Städte selbst über die Gebühren von Anwohnerparken entscheiden. Was hat sich seitdem in den Großstädten von NRW getan? Und welcher Preis ist angemessen?

Von 30€ auf bis zu 390€ pro Jahr soll der Preis für Parken am Straßenrand in Köln steigen. Auch einige andere Städte drehen an der Preisschraube von Parkausweisen für Bewohner. So kostet es in Bonn bereits 180€ und ab nächstem Jahr 360€ seinen PKW am Straßenrad abstellen zu dürfen.

Doch eine Vielzahl von Städten wie Siegen, Hamm und Gelsenkirchen bleibt vorerst bei der früheren Obergrenze von 30,70€ oder sogar darunter. Das dies nicht kostendeckend sein kann, liegt auf der Hand. Rund 220€ pro Jahr kostet Städte der Bau und Erhalt eines Parkplatzes nach Angaben von Agora Verkehrswende.

Noch knapper und damit wertvoller als Geld ist in vielen Städten von NRW jedoch Platz. Und davon verbraucht ein ParkPLATZ einigen, in NRW sind es mindestens 12 Quadratmeter. Parkplätze konkurrieren dabei mit Bäumen, aber auch Parks, Radwegen und Fahrradabstellflächen. Letztere müssen in NRW übrigens nur 1,5 Quadratmeter groß sein.

Der begrenzte Platz sollte sich auch im Preis widerspiegeln. Dann gibt es für Autofahrer:innen einen Anreiz, das eigene Fahrzeug z.B. in die häufig leeren Parkhäuser abzustellen oder gleich ganz abzuschaffen. Selbstredend braucht es hier sozialverträgliche Lösungen. So soll beispielsweise in Köln das Parken für Bewohner mit Schwerbehinderung deutlich weniger kosten. Aus Angst vor Beschwerden der Autobesitzer:innen beim alten Preis zu bleiben, ist jedenfalls keine gute Lösung.


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