Forderung 7: Beratungsstellen für mehr Schulwegsicherheit - ADFC Nordrhein-Westfalen

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Nordrhein-Westfalen e. V.

Mädchen mit Ranzen auf dem Fahrrad.

Gerade in jungen Jahren wird auch das spätere Mobilitätsverhalten geprägt. Deshalb ist es so wichtig, dass Kinder und Jugendliche sicher das Rad auf ihren Schulwegen nutzen können. © ADFC_April_Agentur

Forderung 7: Beratungsstellen für mehr Schulwegsicherheit

einfach. sicher. radfahren.:

Das Land NRW soll eine Landesberatungsstelle für Schulwegsicherheit einrichten, die Kommunen und Schulen in NRW bei der Schaffung sicherer Schulwege fachlich unterstützt.

Forderung:

Schulen sollen verpflichtet werden, (Rad-)Schulwegpläne zu erstellen. Das Land soll eine Landesberatungsstelle für Schulwegsicherheit einrichten, die Kommunen und Schulen in NRW bei Radschulwegplänen, Schulstraßen und sicheren Querungen fachlich unterstützt.

Erläuterung:

In NRW werden viele Kinder immer noch mit dem Auto zur Schule gefahren – oft aus Sorge der Eltern um die Sicherheit, aber mit negativen Folgen für die Verkehrslage und die Sicherheit direkt vor Schulen[1]. Aktive Schulmobilität zu Fuß oder mit dem Rad stärkt Gesundheit, Selbstständigkeit, reduziert Elterntaxis und entlastet die Kommunen von vermeidbarem Hol‑ und Bringverkehr. 

Instrumente wie Schulstraßen, Tempo 30‑Regelungen, sichere Querungen, Radschulwegpläne und kindgerechte Infrastruktur sind erprobt und wirkungsvoll, werden jedoch in NRW bislang nicht flächendeckend und konsequent eingesetzt. Kommunen und Schulen brauchen hier fachliche Unterstützung: bei der Datenanalyse und Planung, bei Beteiligungsprozessen von Eltern und Kindern sowie bei der Auswahl passender Maßnahmen. Die Beratungsstellen zur Schulwegsicherheit können bei bestehenden Strukturen (Zukunftsnetz Mobilität NRW) angegliedert werden, sind aber unbedingt finanziell und personell ausreichend auszustatten. Ebenso kann eine eigene Förderung zur baulichen und organisatorischen Schulwegsicherung eine wichtige Komponente für eine erfolgreiche Projektumsetzung sein.

Andere Bundesländer haben mit zentralen Beratungsstellen[2] und Förderprogrammen für Schulwegsicherheit gute Erfahrungen gemacht. In Verbindung mit den Zielen des FaNaG NRW und des Verkehrssicherheitsprogramms kann NRW mit einer solchen Struktur wichtige Multiplikatoren schaffen und lokale Aktivitäten verstetigen.

 


[1] ACE-SCHULWEG-INDEX 2025 in Kooperation mit Deutscher Verkehrssicherheitsrat, https://images.ace.de/dokumente/presse/ACE-Schulweg-Index_2025.pdf

[2] MOVERS Programm des Landes Baden-Württemberg, https://www.movers-bw.de/

https://nrw.adfc.de/artikel/forderung-7-beratungsstellen-fuer-mehr-schulwegsicherheit

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