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NRW-Bilanz Radreise-Analyse für das Jahr 2021

 

Nr. 5/ 2022, Düsseldorf, 16.03.2022

 

ADFC-Radreiseanalyse für das Jahr 2021 - Blickpunkt NRW:  

  • NRW bleibt bei den meist befahrenen Fahrrad-Bundesländern auf Platz drei,
  • verliert aber einen Platz im Ranking der beliebtesten Radreise-Bundesländer.
  • Münsterland und Ruhrtal-Radweg unter den Top 10 der beliebtesten Radreiseziele 2021 in Deutschland

Aktiv sein und viel von Land und Leuten sehen: Das sind wichtige Gründe, weshalb sich eine wieder wachsende Zahl von Reisenden für Ferien mit dem Fahrrad entscheidet. 2021 haben rund vier Millionen Menschen eine Radreise unternommen. Das sind eine halbe Million mehr als im ersten Corona-Jahr 2020, allerdings noch nicht wieder so viele, wie in den Jahren vor der Pandemie. Das zeigt das Ergebnis der jährlichen Radreiseanalyse des Fahrradclubs ADFC, die jetzt erschienen ist. Ein weiteres Resultat: Je besser die Infrastruktur, umso mehr wird Rad gefahren.

Nordrhein-Westfalen zählt weiter zu den Bundesländern, in denen 2021 die meisten Radreisenden unterwegs waren und erreichte nach Niedersachsen und Bayern Platz drei. Dennoch ging in allen Bundesländern (Ausnahme Niedersachsen) die Zahl der Radreisenden zurück. Bei den beliebtesten Fahrrad-Bundesländern verlor NRW seinen dritten Platz und zählt in der Publikumsgunst neben Hamburg zu den beiden Verlierern unter den Top 10.

Münsterland zählt zu den am meisten befahrenen Radregionen

Als einzige NRW-Radregion konnte sich das Münsterland unter den Top 10 der am meisten befahrenen Radregionen im Jahr 2021 behaupten. Nach dem Emsland/Osnabrücker Land, der Mecklenburgischen Ostseeküste und dem Bodensee platzierte sich die Radregion Münsterland auf Platz vier und damit in der oberen Hälfte der besten zehn Radregionen Deutschlands.  
 

Drei Fernradwege mit NRW-Beteiligung unter den Top 10
Die meisten Radreisenden waren auf dem Weser-Radweg unterwegs, der in Ostwestfalen durch NRW verläuft. Auf Platz fünf der RuhrtalRadweg, auf Platz acht der Rhein-Radweg.  

Der RuhrtalRadweg ist wieder unter den beliebtesten Fernradwegen Deutschlands und konnte bei der Zahl der Befahrungen mit 4 Prozentpunkten am deutlichsten zulegen. Er wurde mit der Schulnote 1,6 bewertet.

Andreas K. Bittner, vom Landesvorstand des ADFC NRW sagt: „NRW ist weiterhin auf den vorderen Plätzen der am meisten befahrenen Bundesländer. Wir sehen, dass sich Investitionen in Radwege und eine gute Infrastruktur lohnen. Beste Beispiele dafür sind die Region Münsterland und der Ruhrtal-Radweg, der von den Befragten der Radreiseanalyse zusammen mit dem Donauradweg sogar zum drittbeliebtesten Fernradweg in Deutschland gewählt wurde.“

Axel Biermann, der Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, sagt: „Einerseits ist das eine Bestätigung für unsere Arbeit und andererseits zeigt sich, dass NRW trotz großer Konkurrenz aus ganz Deutschland weiterhin zu Recht eine führende Radreise-Destination ist. Der RuhrtalRadweg hat vor allem in den letzten beiden Jahren viele Radtouristen angezogen, die die Beschränkungen der Pandemie als Chance genutzt haben, die Region näher kennenzulernen.“

Anke Reininger, Regionalmanagerin Bett und Bike, NRW, sagt:
„Viele Radreisefans loben das gut ausgebaute Servicenetz, das in den letzten Jahren rund um den RuhrtalRadweg entstanden ist. Ein Pluspunkt sind die inzwischen mehr als 100 zertifizierten Bett+Bike-Betriebe in der Region, die sich auf die Bedürfnisse von Radfahrenden spezialisiert haben.“ 

Fakten Radreiseanalyse:

  • Zahl der Radausflüge um ein Drittel gestiegen
  • 70 Prozent erwarten hohe Wegequalität
  • Hauptmotiv: Land und Leute erleben
  • Fast die Hälfte nutzt E-Bike

Hintergrund zur Radreiseanalyse

Die ADFC-Radreiseanalyse findet seit 1999 jährlich statt und ist eine bundesweite Erhebung zum fahrradtouristischen Markt in Deutschland. In diesem Jahr nahmen knapp 10.300 Bundesbürgerinnen und -bürger an der vom führenden Online-Fachhandel für Fahrräder fahrrad.de unterstützen Umfrage teil. Als Radreise wird eine Reise definiert, die das Radfahren als eines der Hauptmotive hat und mindestens drei Übernachtungen umfasst. Alle Ergebnisse finden Sie im Webdossier zur Radreiseanalyse 2022.

     

Über den ADFC NRW
Der ADFC NRW e.V. ist mit rund 54.000 Mitgliedern der größte Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. In 40 Kreisverbänden und rund 100 Ortsgruppen sind wir vor Ort aktiv. Wir setzen uns für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik ein, fahren gemeinsam Touren und beraten in allen Fragen rund um das Fahrrad. Als Landesverband werben wir in Politik, Ministerien und Verbänden für eine Verkehrspolitik, die die Potentiale des Fahrrades ausschöpft. Dabei steht die Entwicklung einer umfassenden Radverkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt: ein einheitliches Radverkehrssystem für Alltags-, Freizeit- und Urlaubsradfahrer*innen mit hohen Qualitätsstandards und guten Serviceeinrichtungen.

Diese Pressemitteilung und Fotos zur honorarfreien Verwendung finden Sie auch unter https://nrw.adfc.de/presse

Kontakt
Ludger Vortmann
Pressesprecher
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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club NRW e.V. (ADFC NRW)
Landesverband NRW
Karlstr. 88, 40210 Düsseldorf
Tel. 0211-6870813
Mobil 0151-67534402
Mail: presse@adfc-nrw.de
Internet: www.adfc-nrw.de

 


https://nrw.adfc.de/pressemitteilung/nrw-bilanz-radreise-analyse-fuer-das-jahr-2021

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC NRW?

    Der Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ist die Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in NRW. Wir werben in Politik und Öffentlichkeit für ein eiheitliches Radverkehrssystem mit hohen Qualitätsstandards für Alltags- sowie Freizeitfahrerinnen und -fahrer.

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  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC NRW?

    Der ADFC NRW ist mit mehr als 50.000 Mitgliedern der stärkste Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. 
    Wir sind Servicepartner in allen Fragen rund ums Rad und die starke Stimme für mehr Fahrradmobilität.

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auch auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte noch weitere Vorteile: Sie können - egal, wo Sie in Deutschland mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind - auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem Radwelt-Magazin Informationen rund um alles, was Sie politisch, technisch und im Alltag an Fahrradthemen bewegt. Wir bieten  außerdem unseren Mitgliedern Sonderkonditionen bei Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern. Wie wäre es mit einer Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die ein schnelles Anhalten ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

  • Worauf sollten Radfahrende besonders achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Wer von einem E-Bike spricht, meint in der Regel ein Pedelec. Denn ein richtiges E-Bike ist in Wirklichkeit eine Art Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Diese Art der Fortbewegungsmittel spielt am Markt aber keine große Rolle. Ein Pedelec unterstützt Radfahrende hingegen nur, wenn diese gleichzeitig ihre Muskelkraft einsetzen. Neben dem Pedelec gibt es noch das S-Pedelec, das für Speed steht und mit bis zu 45 km/h unterstützt. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

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