Halbzeit - Fahrradklima-Test läuft noch bis Ende November

 

Düsseldorf, 16.10.2018

 

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ruft gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium wieder alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Die Online-Umfrage hilft, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen. In diesem Jahr geht es erstmals auch um die Familienfreundlichkeit des Radverkehrs als Schwerpunktthema.

Und wie ist Radfahren in Deiner Stadt?
Münster, Hamm, Bocholt und Wesel zählen zu den Spitzenreitern in NRW. Spannend wird sein, ob sich diese Städte auf den vorderen Plätzen halten können. Die Bewertung der Städte über das Internet und den Online-Fragebogen ist unkompliziert: Unter www.fahrradklima-test.de werden 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt - beispielsweise, ob das Radfahren Spaß macht oder Stress bedeutet, ob Radwege häufig von Falschparkern blockiert werden und ob sich das Radfahren für Familien und vor allem für Kinder sicher anfühlt. „Die Sicherheit auf dem Fahrrad entscheidet darüber, ob Menschen Rad fahren oder nicht. Vor zwei Jahren schnitt NRW hier mit der Schulnote 4 ab. Wir sind gespannt, was sich hier getan hat.“, sagt Thomas Semmelmann, Vorsitzender des Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Clubs NRW e.V. (ADFC NRW).

Fahrrad-Städte-Ranking liefert wertvolle Informationen
Beim letzten ADFC Fahrradklima-Test, der im Jahr 2016 durchgeführt wurde, haben bundesweit mehr als 120.000 Bürgerinnen und Bürger mitgemacht und die Situation in 539 deutschen Städten und Gemeinden beurteilt. Auch in Nordrhein-Westfalen war die Beteiligung groß, mit über 28.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Dies ist nicht unerheblich, denn das Fahrrad-Städte-Ranking liefert wertvolle Informationen. „Der Fahrradklima-Test wird uns schwarz auf weiß zeigen, was in den letzten zwei Jahren in den Städten und Gemeinden in NRW in Sachen Fahrradfreundlichkeit passiert ist. Wir sind gespannt, welche Kommunen ihre Hausaufgaben gemacht haben.“, sagt Thomas Semmelmann vom ADFC NRW.

Kommunen profitieren von den Ergebnissen des Fahrradklima-Tests
An der Umfrage teilnehmen können alle, egal, ob sie jung oder alt sind, ob sie viel oder wenig Rad fahren, ob sie mit dem Rad zum Job pendeln oder lieber ins Grüne fahren – je vielfältiger die Teilnehmenden sind, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse – auch für die Planer in den Gemeinden. „Die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests liefern für Kommunen wertvolle Informationen und zeigen, wo vor Ort Handlungs- und dringender Verbesserungsbedarf besteht. Deshalb sollten Städte in ihrem eigenen Interesse für den Fahrradklima-Test Werbung machen.“, so Thomas Semmelmann, ADFC NRW.

Fahrradklima-Test vom 1. September bis 30. November 2018
Die Umfrage findet zwischen dem 1. September und dem 30. November 2018 über die Internetseite www.fahrradklima-test.de  statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ für ein Radgesetz in NRW
Derzeit können Bürgerinnen und Bürger, die sich eine neue Ausrichtung der Verkehrspolitik wünschen, in über 300 Sammelstellen in ganz Nordrhein-Westfalen für die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ unterschreiben. Gesammelt wird in vielen Fahrradgeschäften, Bäckereien, Buchhandlungen, Cafés sowie in fast allen Geschäftsstellen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs. https://www.aufbruch-fahrrad.de/sammelstellen/ 

„Fahrradklima-Test und „Aufbruch Fahrrad“ gehen Hand in Hand
Wer mit der Verkehrssituation in NRW nicht zufrieden ist, kann gleich aktiv werden und mit seiner Unterschrift die Volksinitiative für besseren Radverkehr in NRW unterstützen.“ sagt Dr. Ute Symanski, Vorsitzende des RADKOMM e.V. und eine der Initiatorinnen der Volksinitiative, die am 16. Juni 2018 gemeinsam mit dem ADFC NRW in Köln gestartet ist. Hinter der Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ steht eine breite Allianz von Akteuren aus dem Bereich Umwelt und Verkehr. Erklärtes Ziel ist es, die Verkehrswende in Nordrhein-Westfalen und ein Fahrradgesetz auf den Weg zu bringen. Mindestens 66.000 Unterschriften innerhalb eines Jahres sind erforderlich, damit sich der Landtag NRW mit der Volksinitiative und den Forderungen nach mehr Radwegen und Sicherheit im Straßenverkehr, mehr Fahrradexpertise in Behörden, finanzieller Förderung von Lastenrädern und kostenloser Mitnahme von Rädern im Nahverkehr beschäftigt. Die ausführliche Liste aller Forderungen ist nachzulesen unter www.aufbruch-fahrrad.de

Förderung durch Bundesverkehrsministerium
Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet in diesem Jahr zum achten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra-struktur (BMVI) fördert den ADFC-Fahrradklima-Test 2018 aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) mit rund 195.000 Euro.

Auch auf Facebook und Twitter
Neuigkeiten zum Fahrradklima-Test postet der ADFC auf Twitter und Facebook unter #fkt18 und #radklima. Radbegeisterte werden gebeten, die Informationen weiter zu verbreiten. Der Test wird umso aussagekräftiger, je mehr Menschen mitmachen.

Hinweise an Redaktionen: Logo und Grafiken zum ADFC-Fahrradklima-Test finden Sie im Pressebereich des ADFC auf www.adfc.de/pressefotos/aktuell. Hintergrundinformationen zum ADFC-Fahrradklima-Test finden Sie auf www.adfc.de/fahrradklima-test
 

Über den ADFC NRW
Der ADFC NRW e.V. ist mit über 40.000 Mitgliedern der größte Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. In knapp 40 Kreisverbänden und 100 Ortsgruppen sind wir vor Ort aktiv. Wir setzen uns für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik ein, fahren gemeinsam Touren und beraten in allen Fragen rund um das Fahrrad. Als Landesverband werben wir in Politik, Ministerien und Verbänden für eine Verkehrspolitik, die die Potentiale des Fahrrads ausschöpft. Dabei steht die Entwicklung einer umfassenden Radverkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt: ein einheitliches Radverkehrssystem für Alltags-, Freizeit- und Urlaubsradfahrer und -fahrerinnen mit hohen Qualitätsstandards und guten Serviceeinrichtungen.

 


https://nrw.adfc.de/pressemitteilung/halbzeit-fahrradklima-test-laeuft-noch-bis-ende-november

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC NRW?

    Der Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ist die Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in NRW. Wir werben in Politik und Öffentlichkeit für ein eiheitliches Radverkehrssystem mit hohen Qualitätsstandards für Alltags- sowie Freizeitfahrerinnen und -fahrer.

    weiterlesen

  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC NRW?

    Der ADFC NRW ist mit mehr als 50.000 Mitgliedern der stärkste Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. 
    Wir sind Servicepartner in allen Fragen rund ums Rad und die starke Stimme für mehr Fahrradmobilität.

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte noch weitere Vorteile: Sie können - egal, wo Sie in Deutschland mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Informationen rund um alles, was Sie politisch, technisch und im Alltag an Fahrradthemen bewegt. Wir bieten  außerdem unseren Mitgliedern Sonderkonditionen bei Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern. Wie wäre es mit einer Mitgliedschaft?

    weiterlesen

  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die ein schnelles Anhalten ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

  • Worauf sollten Radfahrende besonders achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Wer von einem "E-Bike" spricht, meint in der Regel ein Pedelec. Denn ein richtiges "E-Bike" ist in Wirklichkeit eine Art Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Diese Art der Fortbewegungsmittel spielt am Markt aber keine große Rolle. Ein Pedelec unterstützt Radfahrende hingegen nur, wenn diese gleichzeitig ihre Muskelkraft einsetzen. Neben dem Pedelec gibt es noch das S-Pedelec, das für Speed steht und mit bis zu 45 km/h unterstützt. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

Ich möchte dabei sein!

Bleiben Sie in Kontakt