ADFC veröffentlicht Broschüre zu Sicherheit und Komfort beim Radfahren in NRW.

 

Nr. 32 / 2021, Düsseldorf, 18.11.2021

 

Lesestoff für die neue NRW-Verkehrsministerin: Der ADFC NRW hat Ministerin Ina Brandes das erste gedruckte Exemplar des gerade erschienenen "Fahrradklima-Test-Readers" überreicht. Die in digitaler Form vorliegende Broschüre zeigt, wo in Nordrhein-Westfalen Radfahren Spaß macht und wo es Stress ist.

Der 40 Seiten starke FKT-Reader fasst mit zahlreichen Fotos und Tabellen die Ergebnisse der weltgrößten Umfrage zur Zufriedenheit der Radfahrenden anschaulich zusammen. Bei der Befragung des Fahrrad-Clubs, der im 2-Jahres-Rhythmus gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gestartet wird, hatten sich im vergangenen Jahr allein in NRW mehr als 60.000 Menschen beteiligt – so viele wie noch nie zuvor.

Der Reader gibt spannende Einblicke, zeigt die Schwachstellen vieler Städte in NRW wie fehlende zusammenhängende Radnetze, kaputte Oberflächen und fehlende Falschparker-Kontrolle, benennt aber auch Positivbeispiele. So erzielten mehrere Gemeinden und Städte wie Wettringen, Bocholt, Meckenheim, Münster und Reken gute Ergebnisse bei der Befragung.

Die Metropolen über 500.000 Einwohner wie Essen, Dortmund und Köln sind dagegen die Schlusslichter der insgesamt 14 Städte dieser Größe in Deutschland.  Düsseldorf kam mit Platz 8 gerade noch ins Mittelfeld.

Isabelle Klarenaar, die Landesgeschäftsführerin des ADFC NRW, sagte:


Unser FKT-Reader will alle Menschen, die die Verkehrswende anpacken wollen, an einen Tisch bringen. Er richtet sich zwar in erster Linie an Verkehrsplaner*innen und politisch Verantwortliche, aber die Lektüre lohnt sich auch für Bürger*innen, die gemeinsam mit dem ADFC vor Ort Lösungen für eine zukunftsfähige Mobilität erarbeiten möchten.“

Im Reader gibt es daher ausführliche Erläuterungen zu den NRW-Ergebnissen nach Städtegrößenklassen und ein Gesamtranking aller 246 NRW-Städte, die es in die Auswertung geschafft haben. Dabei können sich Kommunen ganz einfach mit anderen Städten gleicher Größe auf Landes- und Bundesebene vergleichen. Hilfreich sind auch die Tipps rund um Radverkehrsförderung. Komplettiert wird der Fahrradklima-Test-Reader durch eine umfangreiche Kontaktliste mit den wichtigsten Ansprechpartner*innen in den ADFC Geschäftsstellen der Kreisverbände, in Verkehrsministerium, Bezirksregierungen und bei Straßen NRW.
 

Der digitale Fahrradklima-Test-Reader 2020 ist kostenlos erhältlich unter https://nrw.adfc.de/

Die Meldung sowie ein Foto zur honorarfreien Verwendung finden Sie unter
https://nrw.adfc.de/presse

Bildunterzeile:
Lesestoff für neue Verkehrsministerin Ina Brandes: Isabelle Klarenaar (Landesgeschäftsführerin NRW) vom ADFC NRW überreicht den Fahrradklima-Test Reader. Foto: ADFC NRW / Vortmann

Über den ADFC NRW
Der ADFC NRW e.V. ist mit mehr als 53.000 Mitgliedern der größte Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. In rund 40 Kreisverbänden und 100 Ortsgruppen sind wir vor Ort aktiv. Wir setzen uns für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik ein, fahren gemeinsam Touren und beraten in allen Fragen rund um das Fahrrad. Als Landesverband werben wir in Politik, Ministerien und Verbänden für eine Verkehrspolitik, die die Potentiale des Fahrrads ausschöpft. Dabei steht die Entwicklung einer umfassenden Radverkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt: ein einheitliches Radverkehrssystem für Alltags-, Freizeit- und Urlaubsradfahrer*innen mit hohen Qualitätsstandards und guten Serviceeinrichtungen.

Kontakt
Ludger Vortmann
Pressesprecher
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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club NRW e.V. (ADFC NRW)
Landesverband NRW
Karlstr. 88, 40210 Düsseldorf
Tel. 0211-6870813
Mobil 0151-67534402

Mail: presse@adfc-nrw.de
Internet: www.adfc-nrw.de

 

Downloads

Isabelle Klarenaar vom ADFC NRW übergibt den ersten Fahrradklima-Test-Reader an Verkehrsministerin Ina Brandes.

Copyright: ADFC NRW / Vortmann

4032x3024 px, (JPG, 2 MB)


https://nrw.adfc.de/pressemitteilung/adfc-nrw-legt-broschuere-zu-sicherheit-und-komfort-beim-radfahren-in-nrw-vor

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC NRW?

    Der Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ist die Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in NRW. Wir werben in Politik und Öffentlichkeit für ein eiheitliches Radverkehrssystem mit hohen Qualitätsstandards für Alltags- sowie Freizeitfahrerinnen und -fahrer.

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  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC NRW?

    Der ADFC NRW ist mit mehr als 50.000 Mitgliedern der stärkste Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. 
    Wir sind Servicepartner in allen Fragen rund ums Rad und die starke Stimme für mehr Fahrradmobilität.

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auch auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte noch weitere Vorteile: Sie können - egal, wo Sie in Deutschland mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind - auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem Radwelt-Magazin Informationen rund um alles, was Sie politisch, technisch und im Alltag an Fahrradthemen bewegt. Wir bieten  außerdem unseren Mitgliedern Sonderkonditionen bei Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern. Wie wäre es mit einer Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die ein schnelles Anhalten ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

  • Worauf sollten Radfahrende besonders achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Wer von einem E-Bike spricht, meint in der Regel ein Pedelec. Denn ein richtiges E-Bike ist in Wirklichkeit eine Art Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Diese Art der Fortbewegungsmittel spielt am Markt aber keine große Rolle. Ein Pedelec unterstützt Radfahrende hingegen nur, wenn diese gleichzeitig ihre Muskelkraft einsetzen. Neben dem Pedelec gibt es noch das S-Pedelec, das für Speed steht und mit bis zu 45 km/h unterstützt. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

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