Deutschland per Rad entdecken.

Deutschland per Rad entdecken beim #Abseitsradeln. © ADFC/Marcus Gloger

Tipps und Empfehlungen für die richtige Routenauswahl

 

Radfahren ist eine der Lieblingsbeschäftigungen in der Pandemie. Doch bevor es viele Menschen gleichzeitig an dieselben Ziele zieht, empfiehlt der ADFC: lieber #Abseitsradeln und touristische Hotspots meiden. Tipps zur richtigen Routenauswahl.

 

Die Sommer und Herbst-Reisewelle hat viele Deutsche an die Strände von Nord- und Ostsee gespült. Deutschland hat aber sehr viel mehr zu bieten, als Dünen oder Meer. Die Empfehlung des ADFC lautet für die Reisesaison in Corona-Zeiten: #Abseitsradeln.

Hotspots meiden

Doch wo und wie finden sich Radrouten abseits der touristischen Hotspots? In der Ferienzeit und an langen Wochenenden oder Feiertagen sollten Radreisende lieber die voraussichtlich stark besuchten Ziele wie Nord- und Ostsee, den Bodensee oder andere beliebte Ziele meiden.

Auch auf den beliebten Flussradwegen kann es voll sein und das spontane Übernachten schwierig werden, wenn Hotels oder Pensionen nicht alle Zimmer vermieten dürfen oder auf Campingplätze Küchen oder Waschräume nicht zur Verfügung stehen. Reisewillige müssen genau planen, Etappen festlegen und reservieren.

Optional: Standort wählen und regional radeln

Statt der geplanten Etappenreise an einem Flussradweg mit täglichem Quartierwechsel, kann es in diesem Jahr eine entspanntere Option sein, von einem Quartier aus eine Region mit dem Rad zu erkunden. Es gibt zum Beispiel ADFC-zertifizierte RadReiseRegionen, die viele abwechslungsreiche Tagesrouten ausgeschildert haben und so viel Auswahl bieten - und wo viel Auswahl, da wenig Gedränge.

 

Deutschland entdecken mit dem ADFC-Routenfinder!

#ABSEITSRADELN

 

Routen finden

Deutschland hat 250 Radfernwege und ungezählte Themenrouten sowie lokale Radrouten. Eine Übersicht bietet der Routenfinder auf www.adfc-radtourismus.de. Hier lässt sich nach Bundesland, Region, Radroute, Eigenschaften oder Routenlänge filtern. Über den Filter "Routentypen" kann man sich Themenrouten anzeigen lassen, die häufig unbekanntere Strecken präsentieren. Und wer bei der ein oder anderen Route denkt: 'von der habe ich noch nie gehört', könnte sie als mögliches Urlaubsziel ins Auge fassen.

Weitere Ideen für Radreisen bieten Radtouren, die bestimmte Apekte oder Themen hervorheben und nicht zwangsläufig an eine bestimmte Landschaft gebunden sind wie die Friedensroute, die sich auf das Ende des Dreißigjährigen Krieges bezieht oder Radtouren, die bestimmte kulinarische Spezialitäten im Fokus haben. Anregungen gibt es hier.

Alternativ bieten auch viele Bundesländer eigene Tourenportale und Routentipps auf ihren Internetseiten an.

Routenauswahl

Bei der Routenauswahl gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man fährt ausgearbeitete Routenvorschläge ab oder man stellt seine Touren individuell zusammen.

Ausgearbeitete Tourenangebote

  • einige Anbieter wie die Ruhrtourismus GmbH haben bereits Touren mit alternativen Routenführungen abseits der bekannten Pfade ausgearbeitet. Informationen bieten die Tourismusverbände vor Ort.
  • der lokale ADFC hat oft schon Tourenvorschläge zusammengestellt bzw. optimiert seine Vorschläge für Corona-Zeiten. Infos finden sich auf den lokalen ADFC-Internetseiten oder im ADFC-Radtouren- und Veranstaltungsportal.
  • Radurlaub geht nahezu in jeder Region und auch abseits der bekannten Flussradrouten.
  • neben Radfernwegen und lokalen Routen sind Radregionen ebenfalls attraktiv. Ihr Vorteil: Man übernachtet in einer Unterkunft wie einer Ferienwohnung mit Selbstversorgung und unternimmt jeden Tag eine andere Radtour - was für Familien und Einsteiger*innen besonders geeignet ist.
  • auch die vielen lokalen Themenradrouten lohnen einen Besuch. Sie lassen sich über die Tourenportale der Bundesländer oder Anbieter wie komoot oder outdooractive finden. Hier sollte man beachten, dass solche Portale oft die beliebtesten und damit  höher frequentierten Vorschläge voranstellen. Es ist also sinnvoll, auch auf die hinteren Reihen zu schauen.

Individuell planen

  • mit Online-Planungstools: Dazu gibt es spezielle Programme wie GarminBasecamp, aber auch Routenplaner wie komoot oder outdooractive. Die Radroutenplaner der Bundesländer bieten individuelle Streckenplanung an.
  • mit Karte: vom ADFC gibt es ADFC-Radtourenkarten (Maßstab 1:150.000, Verlag BVA) und ADFC-Regionalkarten (Maßstab 1:75.000) mit fertigen Tourenvorschlägen.
  • mit Karte und Wegweisung: Einige Regionen bieten dank der Knotenpunktwegweisung die Möglichkeit, Routen auf den vorhandenen Netz individuell und spontan zusammenzustellen, das „Radeln nach Zahlen“ funktioniert beispielsweise im Ruppiner Seenland.
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https://nrw.adfc.de/artikel/tipps-und-empfehlungen-fuer-die-richtige-routenauswahl-2

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC NRW?

    Der Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ist die Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in NRW. Wir werben in Politik und Öffentlichkeit für ein eiheitliches Radverkehrssystem mit hohen Qualitätsstandards für Alltags- sowie Freizeitfahrerinnen und -fahrer.

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  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC NRW?

    Der ADFC NRW ist mit mehr als 50.000 Mitgliedern der stärkste Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. 
    Wir sind Servicepartner in allen Fragen rund ums Rad und die starke Stimme für mehr Fahrradmobilität.

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte noch weitere Vorteile: Sie können - egal, wo Sie in Deutschland mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Informationen rund um alles, was Sie politisch, technisch und im Alltag an Fahrradthemen bewegt. Wir bieten  außerdem unseren Mitgliedern Sonderkonditionen bei Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern. Wie wäre es mit einer Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die ein schnelles Anhalten ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

  • Worauf sollten Radfahrende besonders achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Wer von einem "E-Bike" spricht, meint in der Regel ein Pedelec. Denn ein richtiges "E-Bike" ist in Wirklichkeit eine Art Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Diese Art der Fortbewegungsmittel spielt am Markt aber keine große Rolle. Ein Pedelec unterstützt Radfahrende hingegen nur, wenn diese gleichzeitig ihre Muskelkraft einsetzen. Neben dem Pedelec gibt es noch das S-Pedelec, das für Speed steht und mit bis zu 45 km/h unterstützt. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

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