In Aachen wurde das erste kommunale Bürgerbegehren in NRW für mehr Radverkehr initiiert. © Radentscheid Aachen/Ute Haupts

Radentscheid Aachen (NRW)

 

Der Radentscheid Aachen ist der Pionier auf kommunaler Ebene in NRW und hat bereits am 1. Oktober 2019 rund 38.000 Unterschriften an den Oberbürgermeister übergeben. Der Stadtrat stimmte mit großer Mehrheit für die Umsetzung der Forderungen.

 

Der Start der Unterschriftensammlung wurde Mitte Mai 2019 mit einer Auftaktveranstaltung auf dem Aachener Markt eingeläutet, zu der sich rund 400 Menschen einfanden. Über den Sommer sammelte die Initiative 37.436 Unterschriften für sichere Radinfrastruktur in Aachen. Die notwendigen rund 7.800 Unterschriften wurden damit ums Vielfache übertroffen. Am 1. Oktober wurden die Unterschriften an den Oberbürgermeister Marcel Philipp übergeben.

Großer Anklang im Stadtrat
Etwa einen Monat später stimmte ein Großteil der Ratsmitglieder für die Umsetzung des Radentscheids. Seitdem finden regelmäßige Treffen zwischen Verkehrsverwaltung, Radentscheid und Mobilitätsverbänden statt, bei der über die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen diskutiert wird. Vom Radentscheid Aachen gingen wichtige Impulse für andere Fahrradinitiativen in NRW aus.

 

alle Themen anzeigen

Verwandte Themen

Radschnellweg durch Bonn: NRW-Verkehrsministerium muss endlich planen und bauen!

Wird Verkehrsminister Hendrik Wüst nun doch durch den Verkehrsausschuss gezwungen, den ersten Radschnellweg in NRW…

Vorstellung des Referentenentwurfs „Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz NRW“

Der Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs in NRW (ADFC NRW) kritisiert den heute vorgestellten…

Radentscheid Bielefeld (NRW)

Die zweite Radentscheid-Initiative in Nordrhein-Westfalen wurde in Bielefeld gegründet. Mehr als 26.000 Unterschriften…

Radentscheid Bonn (NRW)

Am 04. Februar 2021 wurde der Radentscheid im Hauptausschuss der Stadt Bonn angenommen. Die Stadt muss daher nun die im…

Mit dem Rad zur Arbeit

Der Grundgedanke der Aktion war einfach: Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, tut etwas für seine Gesundheit und schont die…

Transparent mit der Zahl 6275 für die gesammelten Unterschriften des Radentscheid Marl

Radentscheid Marl (NRW)

Der "Turbo" unter den Radentscheiden. Gestartet im März 2020 auf dem Höhepunkt der Coronapandemie. Das demokratische…

ADFC NRW begrüßt Stiftungsprofessur für Radverkehr an erster NRW-Uni

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club in Nordrhein-Westfalen hat die erste Stiftungsprofessur für…

Nach Nationalem Radverkehrskongress 2021: ADFC vermisst Aufbruchstimmung in NRW

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club in Nordrhein-Westfalen hat nach dem Nationalen Radverkehrskongress in Hamburg eine…

Fahrradgesetz: ADFC NRW sieht großen Nachbesserungsbedarf im Entwurf des Landes

Der ADFC NRW sieht großen Nachbesserungsbedarf im Entwurf des Verkehrsministeriums zum geplanten Fahrrad- und…

https://nrw.adfc.de/artikel/radentscheid-aachen-nrw-1

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC NRW?

    Der Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ist die Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in NRW. Wir werben in Politik und Öffentlichkeit für ein eiheitliches Radverkehrssystem mit hohen Qualitätsstandards für Alltags- sowie Freizeitfahrerinnen und -fahrer.

    weiterlesen

  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC NRW?

    Der ADFC NRW ist mit mehr als 50.000 Mitgliedern der stärkste Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. 
    Wir sind Servicepartner in allen Fragen rund ums Rad und die starke Stimme für mehr Fahrradmobilität.

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte noch weitere Vorteile: Sie können - egal, wo Sie in Deutschland mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Informationen rund um alles, was Sie politisch, technisch und im Alltag an Fahrradthemen bewegt. Wir bieten  außerdem unseren Mitgliedern Sonderkonditionen bei Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern. Wie wäre es mit einer Mitgliedschaft?

    weiterlesen

  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die ein schnelles Anhalten ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

  • Worauf sollten Radfahrende besonders achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Wer von einem "E-Bike" spricht, meint in der Regel ein Pedelec. Denn ein richtiges "E-Bike" ist in Wirklichkeit eine Art Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Diese Art der Fortbewegungsmittel spielt am Markt aber keine große Rolle. Ein Pedelec unterstützt Radfahrende hingegen nur, wenn diese gleichzeitig ihre Muskelkraft einsetzen. Neben dem Pedelec gibt es noch das S-Pedelec, das für Speed steht und mit bis zu 45 km/h unterstützt. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

Ich möchte dabei sein!

Bleiben Sie in Kontakt