PARK(ing)Day – Parkplätze werden zu grünen Oasen

 

Nr. 16/2019, Düsseldorf, 18.09.2019

 

Der internationale PARK(ing)Day kommt am 20. September nach NRW. Zu diesem Aktionstag, der weltweit am dritten Freitag im September stattfindet, werden Flächen, die sonst von parkenden Autos besetzt sind, in öffentliche Parks verwandelt. An dem Aktionstag beteiligen sich Künstlerinnen und Künstler, Aktivisten und alle, die sich lebenswertere Städte wünschen. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub in Nordrhein-Westfalen ist in zahlreichen Städten aktiv.

Der PARK(ing)Day ist eine gute Gelegenheit, um städtischen Raum neu zu denken. Es geht darum, den wertvollen Platz, den Parkplätze im öffentlichen Straßenraum einnehmen, modellhaft kurzfristig umzuwidmen. So entstehen Orte der Begegnung und der Kommunikation zwischen Menschen, z.B. durch eine Nutzung als Parkplatz-Café, grüne Oase, Pflanzinsel, Spielfläche für Kinder oder ähnliches. Die kreativen Aktionen sollen verdeutlichen, dass mehr Lebensqualität für alle entsteht, wenn in der Stadt- und Verkehrsplanung wieder der Mensch das Maß der Dinge ist und nicht länger das Automobil.

Der PARK(ing)Day ist Teil der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis zum 22. September 2019. Zu diesem Anlass werden in vielen Kommunen innovative Verkehrslösungen ausprobiert und mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität geworben. So werden beispielsweise neue Fuß- und Radwege eingeweiht, Elektro-Fahrzeuge getestet, Schulwettbewerbe ins Leben gerufen und Aktionen für mehr Klimaschutz im Verkehr durchgeführt.

Übersicht der ADFC-Aktionen zum PARK(ing)Day in NRW

Aachen, Theaterplatz, tagsüber
An einer Straßenseite des Aachener Theaters wird der Autoverkehr ausgesperrt. So entsteht viel Platz, der vom ADFC und anderen Verbänden genutzt und bespielt werden kann. Der ADFC bietet u.a. Fahrrad-Codier-Aktionen an. Das Stadttheater wird ein einstündiges Programm anbieten. Außerdem sind Beiträge von den urbanen Gemeinschaftsgärten „Hirschgrün“, dem ADFC, dem VCD und Greenpeace geplant.

Bergisch Gladbach, 10 bis 15 Uhr vor dem Rathaus
Gemeinsam mit dem VCD und den Grünen belegt der ADFC vier Parkplätze vor dem Rathaus. Um 10 Uhr startet dort auch der FridaysforFuture-Klimastreik.


Bonn, 11:00 am Akademischen Kunstmuseum im Hofgarten, Abschlusskundgebung gegen 14 Uhr.
Der ADFC unterstützt das Klimabündnis, das anlässlich des Starts der UN-Klimakonferenz in New York auch in der UN-Stadt Bonn für das Klima und eine Verkehrswende demonstrieren wird.

Dortmund, 12 Uhr Klimaschutz-Demo Friedensplatz, 15-18 Uhr Robert-Koch-Platz (gegenüber Franziskaner Kloster), 19 Uhr Friedensplatz Critical Mass
Nach der Klimaschutz-Demo von FridaysforFuture, die um 12 Uhr auf dem Dortmunder Friedensplatz stattfindet, geht es ab 15 Uhr auf dem Robert-Koch-Platz weiter. Wo sonst 25 Autos stehen, werden Menschen den Platz zurückerobern. Treffpunkt mit Kaffee und Kuchen, ADFC-Lastenrad-Beratung, außerdem werden Geschichten erzählt und alte Spiele für draußen vorgestellt. Ab 18 Uhr gemeinschaftliches Zusammensein. Ab 19 Uhr treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Critical Mass am Friedensplatz um gemeinsam durch die Stadt zu fahren.

Hamm, 14.30 bis 18.30 Uhr, Parklücke, Widumstraße in der Hammer Innenstadt
Von 14.30 bis 18.30 Uhr wird auf der Widumstraße ein Parkplatz in eine Wohlfühl-Oase verwandelt.

Köln, 11 Uhr FridaysforFuture-Demo am Hans-Böckler-Platz/Bahnhof – ParkingDay auf der Ehrenstraße ab 14 Uhr
Umfrage zum Thema Parkplätz ja oder nein. Fotomontage der Ehrenstraße ohne Autos. Dieses Jahr besetzen wir zusammen mit VCD, Agora u.a. Stellplätze auf der Ehrenstraße. Wir wollen uns zusammen einen schönen Tag machen. Also bringt Kaffee, Kuchen, Campingstühle, Bierchen, Musikinstrumente, Freunde mit.

Leverkusen (zum 1. Mal beim PARK(ing)Day dabei), ab 10 Uhr auf den Parkplätzen auf der Kölner Straße
Der ADFC Leverkusen wird im Stadtteil Opladen von 10 bis 18 Uhr einige Parkplätze in einen Begegnungsraum umwandeln und mit Bürgern und Politiker*innen über kostbaren Parkraum diskutieren. Alle, die ein Platz unter Palmen auf dem grünen Kunstrasenteppich ergattern wollen, sind herzlich eingeladen.

Mönchengladbach, 17 bis 18 Uhr auf der Bismarckstraße
Mit einer Fahrrad-Demo von 17 bis 18 Uhr soll auf die Bedürfnisse der Radfahrenden hingewiesen werden. Hierzu wird auf der stark befahrenen Bismarckstraße ein provisorischer Radweg in Form einer „Protected Bike Lane“ installiert, der eine Stunde lang mit hunderten von Radfahrerinnen und Radfahrer befahren wird. So soll aufgezeigt werden, wie eine geschützte Radweglösung aussehen könnte. Zwei Tage später lädt Mönchengladbach zur Fahrradsternfahrt ein.

Münster, 10 bis 18 Uhr, Hansaviertel
Am 20.09.2019 wird es eine große FridaysforFuture-Demo in Münster geben. Gleichzeitig ist es der Vorabend des B-Side-Festivals, das im Hansa- und Hafenviertel stattfindet. Nirgendwo anders sind in der Fahrradstadt Münster die verknüpften Themen Wohnen und Mobilität, Flächengerechtigkeit und Aufenthaltsqualität derzeit präsenter. Der ADFC Münsterland unterstützt die jungen Klimaschützer, hat sein Sommerfest in das B-Side-Festival integriert - und begleitet aktiv eine besondere Variante des Park(ing)Day, der in diesem Jahr mit vielen Initiativen und Aktivitäten konzentriert am Hansaring stattfinden wird. Motto „Viertel for Future“.

Oberhausen, 16 bis 19 Uhr, Saporoshje Platz, nördlicher Teil
Das Aktionsbündnis für Radverkehr macht einen Mitmachstand. Infos unter www.anna28.de
Siegen, am Samstag von 9 bis 13 Uhr auf der Marburger Straße
In der Siegener Oberstadt wird es auf der Marburger Straße einen Tanzauftritt der studentischen Akrobatik-Gruppe geben. Außerdem werden mehrere Parkplätze in Fahrrad-Reparaturstand umgewandelt und es gibt Kaffee und Kuchen.

Unna, Teilnahme an FridaysforFuture-Demo in Dortmund, ab 12 Uhr auf dem Friedensplatz. Zubringertour aus Unna startet um 10:30 Uhr am Rathausplatz in Unna.

 


https://nrw.adfc.de/pressemitteilung/parkingday-parkplaetze-werden-zu-gruenen-oasen

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC NRW?

    Der Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ist die Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in NRW. Wir werben in Politik und Öffentlichkeit für ein eiheitliches Radverkehrssystem mit hohen Qualitätsstandards für Alltags- sowie Freizeitfahrerinnen und -fahrer.

    weiterlesen

  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC NRW?

    Der ADFC NRW ist mit mehr als 50.000 Mitgliedern der stärkste Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. 
    Wir sind Servicepartner in allen Fragen rund ums Rad und die starke Stimme für mehr Fahrradmobilität.

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte noch weitere Vorteile: Sie können - egal, wo Sie in Deutschland mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Informationen rund um alles, was Sie politisch, technisch und im Alltag an Fahrradthemen bewegt. Wir bieten  außerdem unseren Mitgliedern Sonderkonditionen bei Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern. Wie wäre es mit einer Mitgliedschaft?

    weiterlesen

  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die ein schnelles Anhalten ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

  • Worauf sollten Radfahrende besonders achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Wer von einem "E-Bike" spricht, meint in der Regel ein Pedelec. Denn ein richtiges "E-Bike" ist in Wirklichkeit eine Art Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Diese Art der Fortbewegungsmittel spielt am Markt aber keine große Rolle. Ein Pedelec unterstützt Radfahrende hingegen nur, wenn diese gleichzeitig ihre Muskelkraft einsetzen. Neben dem Pedelec gibt es noch das S-Pedelec, das für Speed steht und mit bis zu 45 km/h unterstützt. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

Ich möchte dabei sein!

Bleiben Sie in Kontakt