radrevier.ruhr mit European Greenways Award ausgezeichnet

 

Nach dem Deutschen Fahrradpreis 2021 an Projekte in Köln, Bielefeld und Münster, geht nun sogar ein internationaler Preis an ein Projekt aus Nordrhein-Westfalen. Das radrevier.ruhr holte für sein Radwegenetz im Ruhrgebiet den 3. Platz in Valencia.

 

Pascal Tönnissen (RTG) und Grischa Schilgen-Begaß (RVR) bei der Preisverleihung des European Greenways Award in Valencia © Foto: radrevier.ruhr

Das radrevier.ruhr streicht schwon wieder eine Auszeichnung ein. Nachdem es vom ADFC als erste urbane Radreiseregion Deutschlands ausgezeichnet wurde, kommt jetzt sogar ein internationaler Preis dazu. Das Radwegenetz in der Metropole Ruhr wurde am Freitag (30.09.2021)  im spanischen Valencia mit dem European Greenways Award prämiert.  In der Kategorie "Excellence awards" kam das radrevier.ruhr aufs Siegertreppchen und erreichte den dritten Platz. Weitere Sieger sind Lüttich (Platz 2) für "From Liège (Lüttich) to Aachen by RAVel - a cross border greenway via lines 38/39". Den ersten Platz belegt der Waterford Greenway (Irland). Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und zeichnet grüne Wege aus, die sich durch besondere Qualität hervortun und als Best Practice-Beispiel anderen Regionen als Vorbild empfohlen sind.

 

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Das radrevier.ruhr: 

Ein dichtes Radwegenetz von über 1.200 Kilometern bildet das Grundgerüst für das radrevier.ruhr. Die Strecken nutzen oft alte Bahntrassen und Uferwege und sind so beliebt, weil sie überwiegend abseits des Straßenverkehrs verlaufen. Damit sind sie besonders grün und nachhaltig. Weiterer Pluspunkt: das neu vom Regionalverband Ruhr (RVR) installierte Knotenpunktsystem erleichtert die Orientierung und Tourenplanung. Verantwortlich ist die Ruhr Tourismus GmbH, die die Radregion federführend vermarktet.

Die Dirketorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR), Karola Geiß-Netthöfel, freut sich über den Preis: "Die Radwege auf alten Bahntrassen sind fester Bestandteil grüner Infrastruktur im Ruhrgebiet und beispielhaft für Europa. Die Auszeichnung ist Ansporn für die gesamte Region, die Grüne Infrastruktur von Parks, Halden und Radwegen weiter auszubauen."

Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, ergänzt: "Die Bedeutung "grüner Wege" kann man in der heutigen Zeit gar nicht hoch genug bewerten. Dass man hier auf gut ausgebauten Radwegen klimafreundlich bequem von A nach B kommt, unterstreicht die Auszeichnung des radrevier.ruhr mit dem European Greenways Award."

Für die diesjährigen Awards wurden insgesamt 31 Bewerbungen aus elf Ländern eingereicht. Der 10. European Greenways Award 2021 wurde von der European Greenways Association (EGWA) in Zusammenarbeit mit der Generalitat Valenciana (Valencia Region) über das Regionalministerium für territoriale Politik, öffentliche Werke und Mobilität und der spanischen Railways Foundation (FFE) organisiert.



 


https://nrw.adfc.de/neuigkeit/radrevierruhr-mit-european-greenways-award-ausgezeichnet

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC NRW?

    Der Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ist die Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in NRW. Wir werben in Politik und Öffentlichkeit für ein eiheitliches Radverkehrssystem mit hohen Qualitätsstandards für Alltags- sowie Freizeitfahrerinnen und -fahrer.

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  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC NRW?

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    Wir sind Servicepartner in allen Fragen rund ums Rad und die starke Stimme für mehr Fahrradmobilität.

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die ein schnelles Anhalten ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

  • Worauf sollten Radfahrende besonders achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Wer von einem E-Bike spricht, meint in der Regel ein Pedelec. Denn ein richtiges E-Bike ist in Wirklichkeit eine Art Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Diese Art der Fortbewegungsmittel spielt am Markt aber keine große Rolle. Ein Pedelec unterstützt Radfahrende hingegen nur, wenn diese gleichzeitig ihre Muskelkraft einsetzen. Neben dem Pedelec gibt es noch das S-Pedelec, das für Speed steht und mit bis zu 45 km/h unterstützt. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

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